Das Weinhaus Rose in Lohr am Main
Die Rose blüht wieder auf...
Hallo lieber Besucher,
Hier erfahren Sie einges über das Weinhaus Rose
und hier sehen sie einige Foto`s von der neuen Rose...

Die Geschichte der "Rose"

Spätestens Anfang des 19. Jahrhunderts begann am sogenannten "Maulaffeneck", an der Einmündung der Hauptstraße in die Turmstraße, die Geschichte des heutigen Weinhauses Rose. Franz Roos führte zu dieser Zeit dort ein Gasthaus mit dem Namen "Rose", das später dem heutigen Sandsteingebäude an der
Straßenecke, heute allseits bekannt als "Baldehaus"; zum Opfer fiel. Nachfolgend wanderte der Name des Gasthauses allerdings, dokumentiert durch das Wirtshausschild, zuerst zum Lohrtor, dann in die Ottenhofstraße und nachfolgend an seinen heutigen Standort in der oberen Hauptstraße.
Sebastian Christ, der Schwiegersohn von Franz Roos,  verkaufte nämlich das Anwesen Hauptstraße 1 (jetzt Bücherecke Hoh) und nahm die Schildgerechtigkeit (das war die Lizenz zum Betreiben eines Gasthauses,
öffentlich bekundet durch einen Ausleger mit dem Namen Rose) mit. Am nördlichen Ende der Lohrtorstraße errichtete er, außerhalb der damaligen Stadtgrenze, vor dem Lohrtor, ein stattliches Sandsteingebäude als neues "Gasthaus Rose". Das war Ende der 30er Jahre des 19. Jahrhunderts. Dieses Gebäude kaufte 1858 Stadtpfarrer Günter und stiftete es für ein Nonnenkloster. Das nachfolgend mehrfach umgebaute Haus lässt heute noch bei genauer Betrachtung das ehemals zweigeschossige Gasthaus erkennen. Der
Tanzsaal wurde zur Hauskapelle umgebaut, das Billardzimmer zum Refektorium. Heute haben in diesen Räumen Angestellte der Firma Bosch-Rexroth ihren Arbeitsplatz eingerichtet.
Nachdem das "Gasthaus Rose" von Pfarrer Günter übernommen wurde, kaufte sich Sebastian Christ im Ottenhof das heutige "Gasthaus zur Sonne", allerdings unter Mitnahme seiner Schildgerechtigkeit und des Namens "Rose". Doch auch dort blieb die Rose nicht allzu lange. 1866 zog das Gasthaus
weiter in die obere Stadt an ihren heutigen Platz in die Hauptstraße 47 (einst 104), in direkter Nachbarschaft zum einstigen oberen Tor.
Zwischenzeitlich hatte 1831 Josef Breitenbach das Anwesen übernommen. Dieser verkaufte die Rose 1841 an Philip Josef Franz. Franz musste die Schildgerechtigkeit, die inzwischen irgendwie verloren gegangen war, nach jahrelangem Kampf mit den Behörden 1847 neu erwerben. Ein Jahr vor seinem Tod hat Weinwirt Philip Josef Franz dann 1903 im Alter von 59 Jahren die Rose an den ledigen Metzger Adolf Mayer verkauft, den Vater der letzten Wirtin vor dem Umbau, Luise Hippeli. 1934 erweiterte Mayer die Rose um einen Gastraum, sein ehemaliges Wohnzimmer.
1952 starb Adolf Mayer. Danach führte seine Tochter Luise mit
ihrem Mann Ruppert Hippeli die Rose bis September 1979. Aus Altersgründen schloß die Rose im September 1979 für rund 25 Jahre ihre gastlichen Türen. Unter großer Anteilnahme gab es damals einen Trauerzug mit anschließendem "Leichenzug" durch die Lohrer Innenstadt. Am Rambourfest,31. Oktober 2005, öffnete die einstige Weinstube nach aufwendigen Umbauarbeiten wieder ihre Türen um erneut Gäste zu empfangen.
Martin Brönner und Linde Volkert renovierten die Räumlichkeiten und die verbliebenen Originalteile, holten verschollen Geglaubtes wieder ins Haus zurück. Was verloren war wurde mit neuen Teilen stilvoll ergänzt. Die
Jugendstilelemente in der original erhaltenen Wandverkleidungen im hinteren Teil des Lokals finden stets Gefallen bei den Gästen. Der historische Gläserschrank neben der Theke erstrahlt in neuem Glanz.
Als kleiner Ersatz für den leider nicht mehr bestehenden Rosengarten, der sich einst am Platz der heutigen Blumenhalle Hutzel befand, muss heute der in der Sommersaison beidseits der Meistergasse bestehende Feisitz herhalten.

joha

Das Weinhaus Rose früher...
Ein altes Foto vom Weinhaus »Rose« zeigt, dass sich äußerlich wenig verändert hat. Durch die  Fachwerkfreilegung  hat das Haus inzwischen , ein  prachtvolles aussehen.



 Das Weinhaus Rose in Lohr am Main
Die einstige Sitznische in der ursprünglich hinteren Gaststube ist durch einen Durchbruch in die Meistergasse jetzt verschwunden. Auf einer Postkarte ist die gemütliche Situation aber noch erhalten geblieben.
Weinhaus Rose Stammtisch
Ein Stammtisch aus früheren Tagen Hinten rechts in der Ecke steht Rupprecht Hippeli

E-Mail an das Weinhaus Rose